The Magic Guitar Sound’s of Django Reinhardt

Django Always 20.10.2018 LitteraNova Pressetext

DJANGO ALWAYS

Tchavolo „Carlito“ Vlasak, Kussi Weiss, Tschabo Franzen, Jan Hanzl und Kaja „Carlos“ Vlasak

Auf Djangos Spuren – Back to the Roots

Ein 15-jähriges Wunderkind aus Prag auf der akustischen Sologitarre, abwechselnd mit einem der besten deutschen Gitarristen im Stil Django-Reinhardts an der elektrischen Gitarre, dazu pulsierende Rhythmusgitarren und der satte Groove eines Kontrabasses – dieses Ensemble bringt am Sonnabend, 20. Oktober, ab 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) seine soeben fertig aufgenommene CD live auf die Bühne des Clubs LitteraNova in Hildesheim, Wallstraße 12a. Kussi Weiss und Carlito Vlasak harmonieren perfekt miteinander und wollen mit ihren Mit-Musikern an diesem Abend an die Tradition des Sinti-Jazz anknüpfen. Wie ihr Vorbild Django Reinhardt (1910-1953) mit seinem stilprägenden Quintette du Hot Club de France aus dem Paris der großen Swing- und Bebop-Ära präsentieren sie weltbekannte Standards in neu improvisierter Form und faszinieren durch unerschöpflichen Ideenreichtum und den speziellen Sound ihrer Instrumente. Titel wie „Nuages“ oder „Rhythme Future“ erklingen bei diesem CD-Release-Konzert als Beispiele einer variantenreichen musikalischen Sinti-Kultur.

Der Eintritt kostet 10,- Euro. Karten Verkauf nur an der Abendkasse.

Für die freundliche Unterstützung unseres Projektes „Back to the Roots“ möchten wir uns sehr herzlich bei der BürgerStiftung Hildesheim bedanken. http://buergerstiftung-hildesheim.de


Savoir Vivre auf Gut Steuerwald

Hildesheim (eh). “Nur 20,- Euro Eintritt für einen ganzen Abend Musik mit 4 internationalen Bands, stimmt das?”, fragten manche neuen Zuschauer ungläubig an der Kasse. Ja, es stimmt, und Kinder und Jugendliche haben sogar freien Eintritt. So etwas gibt es nur beim Django-Reinhardt-Festival in Hildesheim. Zum ersten Mal in der 18-jährigen Geschichte des Musikfestes jedoch hat Ricardo Laubinger als Veranstalter nur einen Tag lang und nicht für das ganze Wochenende das Gelände des Reit- und Fahrvereins in eine Jazz-Hochburg verwandelt. Den alten Gemäuern des Gutshofs Steuerwald steht das gut an. Mittlerweile sind sogar die Pferde Gypsy-Swing-Fans und nehmen aus den rings um den Burghof liegenden Stallboxen und auf dem Rückweg von ihren Ausritten neugierig Anteil am Geschehen. Bald nach Einlass versammeln sich Django-Anhänger aus Nah und Fern um die stimmungsvoll gestaltete und ausgeleuchtete Bühne vor dem Palas aus dem 13. Jahrhundert. Gitarrenbauer Martin Holtzmann und Norman Ort vom Gypsyguitar-Fachhandel informieren an ihrem Stand über die heutigen Varianten der legendären Selmer-Gitarren. Die Halbmeterspieße brutzeln auf dem Grill. Andreas Schlegel und Dennis Otte von Fa. Nova Concert-Service haben den Soundcheck der Bands beendet und schalten auf Konzertbetrieb um. Als Moderator begrüßt Ewald Hartmann das Publikum. Nach einem kurzen Grußwort von Bürgermeisterin Beate König beginnt die Musik zu Ehren Django Reinhardts. Kussi Weiss mit seiner Band Gypsy Connection macht den Anfang. Seine Mission ist es, Djangos Stil ins 21. Jahrhundert zu übersetzen. Nicht nur seine High-Speed-Gitarristik fasziniert. Er schart in wechselnder Besetzung ebenbürtige Musiker um sich, die – wie Hugo Richter am Akkordeon und Sebastian Hoffmann am 6-saitigen Rock-Bass und für Balladen samtweichen fretless-Bass – das Tempo mitgehen und eigene Klangfarben zum Sound der Band beitragen, in der Tschabo Franzen mit präzisem Pompe den Rhythmus hält. Im zweiten Set des Abends tritt das Trio Carlos Manouche aus Prag auf. Die Soli werden vorgetragen vom 15-jährigen Carlito Vlasak, der mit traumwandlerischer Leichtigkeit sein Vintage-Instrument aus der Werkstatt Busato, Baujahr 1940, beherrscht. Ob Valse Musette oder Bossa Nova – die Rhythmen seines Vaters Carlos an der Gitarre neben ihm und die dezente Kontrabassbegleitung durch Jan Hanzl spornen Tchavolo „Carlito“ Vlasak zu Höchstleistungen an. In die Zeit des Hot Club de France zurückversetzt fühlt sich das Publikum beim Auftritt des Duved-Dunayevski-Quartetts. Mit Original Django-Arrangements in zurückhaltender Lautstärke, transparentem Sound und dem Charme der so typischen Dialoge zwischen dem legendären Gitarre-Solisten und dem Star-Geiger Stephane Grappelli schlüpfen der israelische Bandleader und Rares Morarescu aus Bukarest an der Violine in ihre historischen Rollen, assistiert vom Australier Leigh Barker am Kontrabass und Andrea Soria, dem italienischen Sänger und Rhythmusgitarristen. Perfekt abgestimmt auf die musikalische Darbietung ist auch ihre optische Erscheinung mit mondäner Mode der 30-er Jahre. So muss man sich Django Reinhardt im Paris der goldenen Ära des Swing vorstellen und fühlt zugleich die Verehrung, die noch heute, 65 Jahre nach dem Tod des legendären Manouche, ihm von Musikern aus aller Welt entgegengebracht wird. Für den nicht minder spektakulären Abschluss sorgt die Gruppe Les Hommes du Swing aus Hamburg. In ihr gibt Jeffrey Weiss den Ton an und besticht durch den glockenklaren Klang seiner elektrisch verstärkten Selmer-Gitarre, den er mit Django-typischen “bendings” und viel Vibrato zelebriert. Auch in diesem Ensemble wechseln sich Gitarre, Violine (Jordan Rodin) und Kontrabass (Axel Burkhardt) beim Solieren ab. Statt der aus Krankheitsgründen nicht angereisten Brüder des Leadgitarristen Marcel und Roberto Weiss springt Kussi Weiss an der Rhythmusgitarre ein, als ob er immer dazugehört. Bis zum letzten, mit viel Applaus honorierten Stück “Savoir Vivre” bleibt der spielerisch-sommerliche Spannungsbogen dieses 18. Hildesheimer Django-Reinhardt-Festivals erhalten – was für eine Lebensart, dieses Fest des Vereins der Hildesheimer Sinti e.V. und seiner jazzbegeisterten Gäste zu begehen!

Vielen Dank an alle Unterstützer

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei allen Unterstützern und Sponsoren bedanken, die uns bei der Umsetzung unseres „18. Hildesheimer Django Reinhardt Festival 2018″ unterstützt haben.

Stadt Hildesheim, Friedrich-Weinhagen-Stiftung, Landschaftsverband Hildesheim, Bürgerstiftung Hildesheim, Rotary-Club Hildesheim, Beamten Wohnungsverein Hildesheim, Sparkasse Hildesheim, Bundestagsfraktion DIE LINKE, Hildesheimer SPD-Ratsfraktion, Thomas Brien Verein Arbeit und Dritte Welt e.V., Reit und Fahrverein Hildesheim und Umgebung e.V., NOVA-Konzertservice, Fotografen: Stefan Koppelmann, Hinrich Wulff, Helmut Dobratz und Norman Ort von gypsyguitar.de


 





 

am 14. Juli 2018 findet in Hildesheim das „18. Django Reinhardt Festival“statt. (s.  Programm 2018)

Tickets / Eintrittskarten ( 20,- Euro pro Person)  gibt es nur an der Abendkasse. Einlass ab 18 Uhr.

Eintritt frei für Kinder und Jugendliche

  

 

Wie die Zeit vergeht…

Das 17. Hildesheimer Django Reinhardt Festival vom 7. & 8. Juli 2017 ist vorbei: Das hätten wir uns 2001, als wir auf dem Andreasplatz vor der Andreaskirche das erste Festival am Start hatten, auch nicht gedacht. Einige der beim 1. Festival aufgetretenen Künstler haben unsere Kultur-Veranstaltung all die Jahre begleitet.

Im Innenhof der mittelalterlichen Burganlage-Steuerwald in Hildesheim präsentieren wir hochkarätigen Gypsy-Swing bis hin zum Rumba und Flamenco mit Livebands aus Deutschland und europäischen Nachbarländern. Das Festival zielt darauf, den Zuhörern diesen Musikstil näher zu bringen und an die Tradition Django Reinhardts, einem der berühmtesten Sinti-Musiker, anzuknüpfen.

Django Reinhardt – das lässige Drei-Finger-Genie
. Er etablierte die Gitarre im Jazz als Soloinstrument, obwohl an seiner linken Hand nur noch drei Finger funktionierten. Am 23. Januar 1910 kam Django Reinhardt in Liberchies, Belgien zur Welt. Zusammen mit dem Geiger Stéphane Grappelli sorgte er für eine musikalische Revolution, wobei sein Lebensstil ebenso rasant war wie sein Gitarrenspiel. Django Reinhardt (1910-1953)

Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihren Besuch auf unserem 17. Django Reinhardt Festival – 7. & 8. Juli 2017 – und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen im nächsten Jahr.

Ihr / Euer

Ricardo Laubinger